Mozilla Prism - Webanwendungen auf dem Desktop
Mozilla - die Macher von Firefox - haben auf Mozilla Labs ein neues Projekt vorgestellt: Prism. Benutzer von Prism können Ihre Lieblings-Webanwendung als “Programm” auf dem Desktop speichern.

Das Prinzip ist simpel: Prism ist ein Browser ohne typische Browserfunktionen (Lesezeichen, Adresszeile). Es ist einfach ein Fenster, welches eine Website darstellt. Täglich verwendete, schon ins Web verlagerte Anwendungen, wie z.B. Google Mail, Ta-da Lists oder Bloglines können ohne Browser als eigenständige Daten gespeichert werden. Ich habe mal ein Beispiel mit Google Kalender fotografiert:

Für technisch Interessierte:
Prism basiert auf XUL (Mozillas User Interface Language), rendert Websites mit der Gecko Engine. Prism ist also unter der Haube dem Browser Firefox sehr ähnlich.
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Stefan
18. November 2007 um 14:50 Uhr | Permalink
Solange diese Programme noch eine Internetverbindung benötigen kann ich sie nicht als Offline-Programme ernst nehmen.
Für mich ist das eher ein Browser ohne Lesezeichen und Adresszeile. Sehr unpraktisch.
Martin
18. November 2007 um 16:10 Uhr | Permalink
Der Vorteil ist, dass Prism schneller startet als ein normaler Browser (zumindest unter Windows). Um “schnell mal” E-Mails oder RSS-Feeds zu checken ist Prism wirklich wie geschaffen. Er lenkt bei solchen Angelegenheiten auch nicht durch Unmengen an Schaltflächen ab.
Klar, zum Surfen ist er natürlich ungeeignet. Deshalb öffnet sich auch der Standardbrowser, sobald man die “Domain verlässt”, also genau so, als wenn man in einem anderen Desktop-Programm auf einen Weblink klickt.